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Dr. med Hans Bucher

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Decubitus

Der Decubitus, das Druckgeschwür oder Liegeschwür, findet sich überwiegend bei zwei Patientengruppen. Beim sehr alten geriatrischen Patienten ist der Decubitus eine gefürchtete, manchmal sogar tödlich verlaufende Komplikation der Bettruhe. Die verbesserte Behandlung von Querschnittsgelähmten führt auch bei diesen Patienten zu Druckgeschwüren vorwiegend über dem Rücken und den Fersen.

Der Entstehungsmechanismus eines Decubitus ist einfach. Durch längere Druckeinwirkung von außen werden Haut und die darunterliegenden Weichteile direkt mechanisch und sekundär durch eine Durchblutungsstörung geschädigt. Dadurch kommt es zum vollständigen oder teilweisen Absterben des Gewebes im Bereich der Schädigung. Die Einteilung der Gewebeschädigung erfolgt in 4 Graden:

  • Bei Grad 1 findet sich eine Rötung der Haut
  • Bei Grad 2 ist die Haut in den oberen Schichten abgestorben.
  • Bei Grad 3 reicht die Gewebeschädigung bis ins Fettgewebe.
  • Bei Grad 4 sind auch Muskeln und bei Grad 5 auch die Knochen geschädigt.

Der wichtigste Punkt bei der Behandlung ist die Druckentlastung der geschädigten Körperregion. Die Wunde muss desinfiziert und abgestorbenes Gewebe radikal entfernt werden.

Die spontane Wundheilung kann erst nach Entfernung von sämtlichem abgestorbenen Gewebe beginnen. Kleinere Defekte können durch sekundäre Wundheilung im Laufe der Zeit abheilen.

Größere Defekte bedürfen einer Defektdeckung mit verschieden Methoden der plastischen Chirurgie. Dabei reicht das Behandlungsspektrum je nach Notwendigkeit vom freien Hauttransplantat bis zu freien mikrovaskulär transplantierten Lappenplastiken.