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27.06.2004 Facharzt für Plastisch und Ästhetische Chirurgie

Beim letzten Deutschen Ärztetag wurde eine neue Musterweiterbildungsordnung beschlossen. Darin wird der Facharzt für Plastische Chirurgie umbenannt in „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Beim außerordentlichen Bayerischen Ärztetag wurde dies bereits in der neuen Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns umgesetzt.

Ab 1. August 2004 wird der Facharzt für Plastische Chirurgie in Bayern "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" heißen. Auch die bisherigen Fachärzte dürfen dann diese Bezeichnung führen. Mit der neuen Bezeichnung wird dem Verbraucher auch nach außen hin die Qualifikation für die Ästhetische Chirurgie verdeutlicht und dem Missbrauch Einhalt geboten. Auch in anderen Bundesländern laufen derzeit Anträge auf Änderung der Facharztbezeichnung.

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21.06.2004 "Fettwegspritze" in Deutschland erstmals vor Gericht

Vor dem Landgericht Verden/ Aller stand Anfang Juni 2004 das vermeintliche Wunder deutscher Schönheitschirurgie, die so genannte Fettwegspritze vor Gericht. Ein Hausarzt hatte zwei renommierten deutschen Verbänden der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie, der VDPC und der DGÄPC, eine Unterlassungserklärung geschickt. Beide Verbände hatten hiergegen Widerspruch eingelegt.

Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie ihre Patienten in Pressemitteilungen, Newslettern und speziellen Ratgebern seit Mitte letzten Jahres vor der sorglosen Anwendung und den unerforschten Folgen der Fettwegspritze gewarnt haben. Bei diesem Verfahren, der so genannten Injektions-Lipolyse, wird Phosphatidylcholin unter die Haut gespritzt, um Fettpolster aufzulösen.

Eine Methode – so der klagende Hausarzt – die absolut ungefährlich sei und keinesfalls zu Nebenfolgen wie schweren Dellen und Zysten oder gar genetischen Schäden führe. Davor haben in den letzten Monaten - so die deutsche Medical Tribune vom 19-3-2004 - alle deutschen Fachverbände der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie in seltener Einmütigkeit gewarnt. Obwohl diese Substanz in Deutschland nicht als Spritze für den Fettabbau zugelassen ist, darf sie von jedem Arzt am Menschen eingesetzt werden. Voraussetzungen: Er klärt den Patienten über mögliche Folgen auf und der Patient stimmt dieser Körperverletzung zu.

Zur Sprache kam vor Gericht auch, dass Hausärzte wie der Kläger immer wieder versuchen, über solche Therapiemethoden kosmetische Operationen auszuüben. Die Eingriffe gehören aber nach Ansicht des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, Prof. Albert K. Hofmann nur "in die Hände der nach der Weiterbildungsordnung ausgebildeten Fachärzte." Der gegen die DGÄPC klagende Hausarzt musste vor Gericht einräumen, dass er im Interesse einer Pharmafirma tätig ist.

Das Gericht vertrat die Meinung, dass die Berichterstattung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) im Interesse der Patienten generell nicht zu beanstanden sei. Allerdings muss die DGÄPC ab Ende des Monats in ihren Ratgebern jetzt noch intensiver darauf hinweisen, "dass die Beurteilung der Methode der so genannten Fettwegspritze und ihrer möglichen Folgen wie z.B. die angesprochene Zysten- und Dellenbildung sowie die Entstehung von Entzündungen wissenschaftlich nicht abschließend geklärt ist."

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14.06.2004 Fett-Weg-Spritze?

Fettabsaugungen sind bundesweit die mit Abstand beliebtesten Schönheitskorrekturen in der Ästhetischen Chirurgie. Neuerdings macht die so genannte "Fett-weg-Spritze" von sich reden. Hierbei wird ein Medikament, das bislang lediglich zur Bekämpfung von Fettembolien zugelassen ist, in das Fettgewebe injiziert, wo es die Fettzellen auflösen soll. Wirksamer Hauptbestandteil der Fett-Weg-Spritze ist Phosphatidylcholin, das normalerweise zur Senkung der Blutfettwerte verabreicht wird.

Zur Behandlung lokaler Fettpölsterchen wird es subkutan – also unter die Hautschichten - in das Fettgewebe gespritzt. Hier soll es das Fett "auflösen". Über die Blutlaufbahn wird dann das "geschmolzene" Fett abtransportiert. Wie der Körper den Abtransport größerer Fettmengen bewältigt ist ebensowenig geklärt wie mögliche Nebenwirkungen oder Spätfolgen im behandelten Gewebe. Außerdem werden falsche Hoffnungen geweckt: Großflächige Areal wie die typischen Reiterhosen oder der Bauch können mit der "Fett-weg-Spritze" nicht vergleichbar mit einer Fettabsaugung behandelt werden.

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10.06.2004 Versteigerung von Schönheitsoperationen im Internet

Neuerdings werden Schönheitsoperationen weit unter Preis im Internet an den Meistbietenden versteigert. Problematisch dabei: Der Interessent kauft etwas, ohne zu wissen, mit welchen Risiken oder Nebenwirkungen er rechnen muss. Und was passiert eigentlich, wenn er aus medizinischen Gründen gar nicht operiert werden darf?

"Bei diesen Versteigerungen ist keine frei Arztwahl und keine freier Entschluss zu einem Eingriff mehr gegeben", warnt Prof. Dr. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD). "Erster Schritt in Sachen Schönheitsoperation muss stets die kritische Untersuchung des Arztes sein, der auf die gewünschte Operation spezialisiert ist, sowie ein persönliches ausführliches Beratungsgespräch", erklärt Prof. Bull. Erst auf Basis dieser Aufklärung kann sich ein Patient mündig für oder wider die gewünschte Schönheitsoperation entscheiden.

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08.06.2004 Im Jahr 2002 660.000 ästhetische Eingriffe durch Mitglieder der VDPC/VDAEPC

Von den Mitgliedern der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC) und der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) wurden im Jahr 2002 etwa 660.000 Eingriffe vorgenommen. Knapp zwei Drittel dieser Operationen sind in öffentlichen Krankenhäusern erbracht worden, etwas mehr als ein Drittel der Eingriffe in Belegkliniken und Praxen.

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