Handverjüngung

Das Alter eines Menschen kann man sehr gut an den Händen ablesen. Durch den Alterungsprozess kommt es zu einem Rückgang des Unterhautfettgewebes mit Faltenbildungen. Dadurch werden Sehnen, Knochen und Venen sichtbarer. Außerdem finden sich farbige Einlagerungen mit Pigmentverschiebung (sog. Altersflecken). Sonnenschäden werden ebenfalls erkennbar.

Therapieprinzip der Handverjüngung

Ein Hautüberschuss kann durch eine sog. Dermolipektomie, d.h. Entfernen von überschüssiger Haut, behandelt werden. Dabei resultieren natürlich Narben, die aber in der Regel unauffällig sind.

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Eine weitere Möglichkeit ist das Unterfüttern des Unterhautgewebes mit Eigenfett (Lipofilling). Mit Fettgewebe, das z.B. am Bauch abgesaugt wird, werden Sehnen und Adern des Handrückens und der Finger bedeckt und Knochenkanten abgerundet. Die Hände wirken dadurch kräftiger und jünger. Wegen der teilweisen Rückbildung (ca. 50 %) des eingespritzten Fettgewebes muss der Eingriff unter Umständen mehrfach wiederholt werden.

Pigmentverschiebungen (Alterflecken) können am besten durch ein chemisches Peeling oder eine Laserbehandlung gebessert werden. Beim Peeling wird durch Einwirken einer Ätzflüssigkeit (Trichloressigsäure, Phenol) die oberste Hautschicht weggeätzt. Im Rahmen der Abheilung kommt es zu einer Besserung der Pigmentverschiebung und durch Verkürzung (Shrinking) der kollagenen Fasern der Lederhaut zu einer Minderung der Faltenbildung. Sehr bewährt hat sich das sog. Blue Peeling nach Obagi, da es sehr gut steuerbar ist.

Auch mit einem Laser können oberflächliche Hautveränderungen (Altersflecken) gut entfernt werden. Verwendet wird ein CO2- oder Erbium-YAG-Laser.

Anästhesieform bei Handverjüngung     

Alle Eingriffe können ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.
Laserbehandlungen werden nach Aufbringen einer Lokalanästhetikasalbe (Emla-Creme) durchgeführt.

Risiken der Handverjüngung    

Infektion der Wunde, Nachblutungen und Wundheilungsstörungen sind selten. Nach Entfernen eines Hautüberschusses resultieren Narben, die aber in der Regel unauffällig sind. Nach Lipofilling kommen sehr selten Unregelmäßigkeiten des Unterhautreliefs vor. Zu tiefes Peeling mit nachfolgender Narbenbildung ist durch die gute Standardisierung des Blue Peelings eine Rarität.

Nachbehandlung der Handverjüngung    

Günstig für die Wundheilung nach operativen Eingriffen (Dermolipektomien, Lipofilling) ist eine kurzdauernde Ruhigstellung (3 - 4 Tage) mit einer Schiene.
Bei seltenen anhaltenden Schwellungszuständen ist das Tragen eines Kompressionshandschuhes erforderlich.

Kosten der Handverjüngung    

Je nach Aufwand müssen Sie für Operationen mindestens mit Kosten von € 800 bis € 1000 pro Hand rechnen, für Peeling und Laserbehandlung ab € 400 pro Seite.

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© Dr. med. Hans Bucher, Nürnberg: Handverjüngung