| | Die Entscheidung für ein
Brustimplantat erfolgt fast immer aus ästhetischen Gründen. Viele Frauen
erfüllen sich den Wunsch nach volleren, schöneren Brüsten. Mit
einem Brustimplantat erhalten Sie nicht nur die Figur, von der Sie immer schon
geträumt haben, sondern meistens auch eine Steigerung des Selbstwertgefühls. Mit
einem Implantat erhalten Sie eine volle und natürliche Brustform, die sich
auch gefühlsmäßig ganz normal wie eine feste Brust anfühlt.
Die Ergebnisse sind sehr dauerhaft und halten je nach persönlicher Veranlagung
viele Jahre - aber nicht ewig. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft
werden die Form der Brust im Laufe der Jahre wieder verändern, so dass nach
vielen Jahren vielleicht kleinere Korrekturen (Straffung) notwendig sind.
| | Therapieprinzip | |
| | Als Implantate
werden Silikonkissen mit unterschiedlichen Füllungen und Formen verwendet.
Alle Implantate haben eines gemeinsam, nämlich dass ihre Hülle aus in
der Regel doppelwandigem Silikon besteht. Es gibt runde oder tropfenförmige
Formen mit unterschiedlichen Höhen und Projektionen. Die Festigkeit variiert
in Abhängigkeit der Füllmaterialien und des Herstellers. Die Oberfläche
kann glatt oder aufgeraut sein. Zur Zeit ist in Deutschland Silikongel und Kochsalz
als Füllmedium zugelassen. Hydrogelimplantate wurden vor kurzem aus dem Handel
genommen. Wegen des natürlichen Tastgefühls
ist Silikongel nach wie vor am gebräuchlichsten. Bis vor einigen Jahren wurde
relativ flüssiges Silikongel als Füllstoff verwendet, das bei einem
Defekt der Hülle oder durch die intakte Hülle (sog. Bleeding) austreten
konnte. Heute gebräuchliches Silikon ist zähflüssig und kann nicht
mehr ausfließen. Der Schnitt zum Einbringen der Implantate
erfolgt entweder in der Achselhöhle, der Unterbrustfalte oder im Bereich
des Brustwarzenvorhofes. Durch diese Öffnung wird ein Hohlraum geschaffen,
in den das Implantat eingesetzt wird. Das Implantat kann
entweder über oder unter den Brustmuskel eingelegt werden. Bei sehr schlanken
Frauen mit wenig Unterhautfettgewebe wird die Prothese vorzugsweise unter den
Brustmuskel gelegt, damit sie sich nicht durch die Haut abzeichnet. Ausgehend
von ihren persönlichen Vorstellungen und ihren körperlichen Gegebenheiten
werden Sie gemeinsam mit dem Operateur die Lage von Schnitt und Implantat sowie
die gewünschte Implantatgröße bestimmen.

| | | Anästhesieform | |
| | Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose
durchgeführt. In Ausnahmefällen kann bei kleineren Implantaten der Eingriff
auch in örtlicher Betäubung und Beruhigungsmitteln erfolgen (sog. Dämmerschlaf).
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Risiken | | | | Mit
dem natürlichen Heilungsprozess bildet sich eine Kapsel um das Implantat.
Je nach Veranlagung kann sich diese Kapsel verhärten, wodurch sich die Brust
fester als normal anfühlt und bei weiterem Fortschreiten zu Schmerzen führt.
Das Risiko für diese sog. Kapselfibrose liegt etwa bei 4 – 5 %. In
einigen Fällen ist dann ein weiterer Eingriff erforderlich, bei dem das Implantatlager
erweitert oder das Implantat ersetzt werden muss. Implantatdefekte
sind durch die doppelwandige Umhüllung relativ selten und kommen z.B. nach
Verletzungen des Brustkorbes bei schweren Unfällen vor. Dadurch kann es vorkommen,
dass Füllmaterial in das umliegende Gewebe austritt. Bei Kochsalzfüllung
ist dies harmlos, bei anderen Füllstoffen können Reaktion des Gewebes
nach Monaten oder Jahren Fremdkörperreaktionen (sog. Silikonome) verursachen.
Durch die Verwendung von quervernetztem Silikongel ist dieses Risiko in den letzten
10 Jahren deutlich geringer geworden. Unabhängig von
der Lage des Hautschnittes kann insbesondere bei großen Implantaten durch
die Gewebedehnung das Gefühl an der Brustwarze vorübergehend beeinträchtigt
sein. In Ausnahmefällen kann es zu Wundheilungsstörungen,
Blutergüssen, Infektionen und Serombildungen kommen, die dazu führen
können, dass das Implantat vorübergehend entfernt werden muss.
| | Nachbehandlung | |
| | Sie sollten nach Entfernung der Wunddrainagen
und des Verbandes einen optimal sitzenden Büstenhalter tragen, der die ersten
3 Wochen rund um die Uhr, danach mindestens tagsüber getragen werden sollte.
Bei Schnittführung in der Achselhöhle muss
ein sog. Stuttgarter Gürtel getragen werden, der ein Hochrutschen des Implantates
verhindert. Sie und natürlich ihr Sexualpartner sollten
die ersten 2 Monate äußerst behutsam mit ihren Brüsten umgehen
und jede Überbeanspruchung vermeiden. Dies gilt auch für sportliche
Aktivitäten und Haushaltsarbeiten, wie z.B Fensterputzen und Bügeln.
| | Kosten | |
| | Sie müssen mindestens mit Gesamtkosten
von € 5000 - € 6000 rechnen, die sich aus Arzthonorar, Implantatkosten,
Narkosekosten und stationärer Unterbringung zusammensetzen. Die Kosten werden
meistens nicht von den Krankenkassen übernommen. Jedoch sind Komplikationen,
z.B. die Kapselfibrose in der Regel Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. | |
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