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Übergroße hängende Brüste
können nicht nur das Körperbewusstsein beeinträchtigen,
sondern durch das Eigengewicht zu Schmerzen in den Bereichen von
Brust, Nacken und Rücken führen. Zusätzlich können
in der Unterbrustfalten, wo Haut auf Haut zu liegen kommt, durch
Schwitzen Hautschäden (so genannte intertriginöse Beschwerden)
entstehen.
Auch normal große Brüste, die nach Schwangerschaften
oder Gewichtsabnahme an Fülle, Elastizität und Spannkraft
verloren haben, können korrigiert werden. Hier kann eine Brustraffung
ohne Volumenverminderung eine deutliche Verbesserung bringen. Wichtige
Voraussetzung ist, dass ihr Körperwachstum abgeschlossen ist
und ihre Brüste voll entwickelt sind.
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Therapieprinzip |
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Bei einer großen Brust wird
das Volumen der Brust reduziert und die Hauthülle an die neue
Größe angepasst. Bei einer erschlafften Brust (große
Hauthülle mit wenig Inhalt) kann entweder der Hautmantel verkleinert
(Bruststraffung), der Inhalt durch ein Implantat vergrößert
oder eine Kombination aus beidem durchgeführt werden.
Für die Brustverkleinerung gibt es viele unterschiedliche
Operationsmethoden. Allen gemeinsam ist eine Schnittführung
zirkulär um die Brustwarze. Weiterhin erfolgt meist ein vertikaler
Schnitt von der Brustwarze zur Unterbrustfalte und in manchen Fällen
zusätzlich ein horizontaler Schnitt entlang der Unterbrustfalte.
Überschüssige Haut und Drüsenanteile werden über
diese Schnitte entfernt. Die Brustwarze wird dabei durch einen von
der obersten Hautschicht (deepithelisierten) befreiten Haut- und
Unterhautstiel durchblutet. Über die in diesem Stiel enthaltenen
Milchgänge bleibt auch die Stillfähigkeit erhalten. An
diesem Blutgefäßstiel kann dann die Brustwarze auf normale
Höhe angehoben und verlagert werden.
In letzter Zeit hat sich überwiegend die narbenarme
Technik nach Lejour durchgesetzt, bei der auf den horizontalen Schnitt
in der Unterbrustfalte verzichtet wird. Bei dieser Technik wird
bewusst eine Überkorrektur nach oben durchgeführt, die
sich in den ersten Monaten normalisiert
Bei sehr großen Brüsten sog. Gigantomastie
ist die Durchblutung der Brustwarzen über den Hautstiel zu
unsicher, weshalb sie dann besser frei transplantiert werden sollten.
Folge ist dann natürlich ein dauerhafter Gefühlsverlust
der Brustwarzen.
Grafik: mediXtra
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Anästhesieform |
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Der Eingriff wird in der Regel unter stationären
Bedingungen (4-7 Tage) unter Vollnarkose durchgeführt. Kleinere
Straffungen können auch in örtlicher Betäubung ambulant
durchgeführt werden. Der Blutverlust ist in der Regel nicht
sehr hoch, so dass auf eine Eigenblutspende verzichtet werden kann.
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Risiken |
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Aufgrund der großen Wundflächen ist
die Wundheilungsstörung die häufigste Komplikation. Weitere
Risiken sind Asymmetrie, Durchblutungsstörungen der Brustwarze,
breite, gerötete Narben, die Notwendigkeit einer Nachkorrektur
und Nachblutungen. Besonders bei der narbenarmen Technik nach Lejour
sind kleinere Korrekturen erforderlich, die aber meistens ambulant
in örtlicher Betäubung erfolgen können. Bei sehr
großen Reduktionsgewichten ist ein Sensibilitätsverlust
nicht ausgeschlossen und bei freier Brustwarzentransplantation die
Regel. Bei größeren Wundheilungsstörungen sind unter
Umständen weitere Eingriffe erforderlich.
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Nachbehandlung |
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Es sollte für mehrere Monate ein gut stützender
BH getragen werden. Während der ersten Wochen sollten Sie die
Oberarme sehr vorsichtig bewegen und schnelles Dehnen und Strecken
vermeiden. Es ist auch wichtig, dass Sie keinesfalls auf dem Bauch,
sondern in Rückenlage schlafen, um die innere Wundheilung nicht
zu stören. Sie, und natürlich ihr Sexualpartner, sollten
die nächsten 2 Monate äußerst behutsam mit Ihren
Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden.
Dies gilt auch für sportliche Aktivitäten und Haushaltarbeiten,
z.B. Bügeln und Fensterputzen. Ein endgültiges Ergebnis
ist nach etwa 6 Monaten zu erwarten. Narben und Verhärtungen
im Gewebe verbessern sich sogar noch während der folgenden
1 – 2 Jahre. Unter Umständen ist eine Nachbehandlung
der Narben mit Silikongelfolien notwendig. Etwa 1 Jahr nach der
Operation sollte eine sog. Basismammographie angefertigt werden,
um eventuell später auftretende Tumore besser von Narben unterscheiden
zu können.
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Kosten |
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Bei großen Brüsten (ab ca. 500 g
Resektionsgewicht) mit Rückenbeschwerden werden die Kosten
in der Regel von der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse getragen.
Es sollte aber vorher die Kostenzusage der Krankenkasse eingeholt
werden. Bei kleineren Brüsten oder reinen Straffungen müssen
die Kosten vom Patienten übernommen werden. Sie müssen
mit Gesamtkosten von mindestens € 5000 bis € 6000 rechnen.
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