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Faltenbehandlung
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Falten sind „Bruchlinien“ in der Haut und können durch verschiedene Ursachen entstehen. Lebensalter, genetische Veranlagung und Hautschäden (Sonneneinwirkung) spielen dabei eine Rolle.
Vereinfacht gesehen kann man je nach Ursache Schwerkraftfalten, Falten durch Schlafgewohnheiten („Sleep lines“) oder Falten durch Muskelzug unterscheiden.

Falten durch Schwerkrafteinwirkung entstehen durch natürliches Absacken der Weichteile im Alter und werden üblicherweise durch Straffungsoperationen gebessert.

Beim Liegen auf einer Seite können sog. Schlaflinien entstehen. Typischerweise ziehen diese senkrecht und meist in der Pupillenlinie durch Stirn und Wangenknochenregion. Diese Falten werden vor allem durch Augmentations-verfahren (Unterfütterung) gebessert.

Die durch Muskelzug bedingten Falten können durch Augmentation oder Schwächung der Muskulatur (Botulinum Toxin A) behandelt werden.

 

Therapieprinzip
 
 

Straffungsoperationen

Ursache der Faltenbildung ist ein Hautüberschuss, der durch Straffung und Entfernen des Hautüberschusses beseitigt wird. Zu diesen Operationen gehören das Facelift und sämtliche Straffungsoperationen am Rumpf (Bauchdecke, Gesäß) und den Extremitäten (Oberarme, Hände, Oberschenkel). Einzelheiten werden dort beschrieben.

Augmentationsverfahren

Bei diesen Operationen werden die Falten mit körpereigenem oder fremdem Gewebe unterfüttert und die Einsenkung behoben. Die Falten sind dann weniger auffällig, weil sie im Hautniveau liegen und dadurch weniger Schatten verursachen. Das Material zur Augmentation kann entweder unterspritzt oder operativ eingebracht werden.

Unterspritzung

Fast alle dieser Materialen lösen sich innerhalb von 6 – 9 Monaten wieder auf, so dass die Behandlung wiederholt werden muss. Die Substanzen werden in die Lederhaut oder knapp darunter appliziert. Als erstes wurde tierisches Kollagen dazu verwendet (Zyderm, Zyplast). Nachteil dieser Substanzen ist ein gewisses Allergierisiko, so dass vorher zur Testung an unauffälliger Stelle die Verträglichkeit getestet werden muss. Heute hat Kollagen fast keine Bedeutung mehr.
Eine Besonderheit stellt Artecoll dar, bei dem mikroskopisch kleine Kunststoffkügelchen mit Kollagen gemischt werden. Der Kunststoffanteil löst sich nicht auf, ruft aber gelegentlich Fremdkörperreaktionen hervor.
Weiterhin wurden halbsynthetische und vollsynthetische Materialien entwickelt, die entweder auf die Hyaluronsäure (z.B. Hylan) oder das Polylactid (z.B. New Fil, Restylane) zurückzuführen sind. Diese Substanzen haben kein Allergierisiko und können ohne vorherige Testung verwendet werden.


Operative Unterfütterung

Verwendet werden entweder körpereigene Transplantate (Lederhaut) oder schlauchförmige Kunststoffe (z.B. Softform, Goretex) oder Metalle (Goldfäden), die unter den eingesunkenen Hautbereich implantiert werden und ihn anheben. Die Materialien lösen sich nicht auf und sind in der Regel gut verträglich.

Lipofilling

Bei dieser sehr eleganten Methode wird abgesaugtes Fettgewebe zur Unterfütterung von Falten eingespritzt. Etwa 50% des Fettgewebes verbleibt dauerhaft, so dass entweder überkorrigiert oder der Eingriff wiederholt werden muss. Größere Defekte können damit aber nicht behandelt werden.

Schwächung der Muskulatur

Diese Methode eignet sich z.B. für die sog. Zornesfalten, Krähenfüsse oder bandförmige Verdickungen am Hals (Platysma Bänder). Bei der Behandlung werden geringe Mengen des Nervengiftes Botulinum Toxin A (Botox, Dysport) um die Muskeln gespritzt. Die Mengen sind so gering, dass auf keinen Fall Vergiftungen ausgelöst werden können. Die Wirkung tritt nach etwa 24 – 72 Stunden ein und dauert 4 – 6 Monate an. Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden. Bei wiederholter Anwendung beobachtet man auch, dass die Falten insgesamt auf Dauer abgeflacht werden, da der Muskelzug fehlt. Einzige Nebenwirkung ist eine mögliche Überdosierung die zur vorübergehenden Schwächung benachbarter Muskeln (Lidhebung, Halsmuskulatur) führen kann. Die kleinste Verkaufmenge enthält 100 E (Botox) bzw. 500 E (Dysport). Für eine Behandlung wird etwa bis zu einem Fünftel dieser Dosis verwendet. Da die Substanz sehr teuer ist und nur 1-2 Stunden haltbar ist, müssen aus ökonomischen Gründen (Botox-Sprechstunden) immer mehrere Patienten oder Körperregionen mit einer Ampulle behandelt werden, um die Kosten einigermaßen im Rahmen zu halten.

Hier finden Sie Links zu den den regionalen Straffungen von
- Bauchdecke
- Gesäß
- Oberarme
- Hände
- Oberschenkel

 

Anästhesieform
 
 
Fast alle Unterspritzungen können entweder in Lokalanästhesie oder ohne Betäubung (Botox ) durchgeführt werden. Für ein Facelifting ist eine Vollnarkose zu empfehlen.

 

Risiken
 
 

Die Fremdmaterialien werden in der Regel sehr gut vertragen. Nur in seltensten Fällen gibt es eine Unverträglichkeit. Bei Botulinum-Toxin ist eine Überdosierung mit Schwächung zusätzlicher Muskeln (Lidhebung, Schluckbeschwerden) möglich. Dies ist aber vollständig reversibel nach Abklinken der Wirkung.

 

Nachbehandlung
 
 

Es ist in der Regel keine spezielle Nachbehandlung erforderlich.

 

Kosten
 
 
Die Vielfalt der Möglichkeiten bedingt ein großes Preisspektrum. Es reicht von € 250,-- für einfache Unterspritzungen bis zu mehreren 1000 € für das Facelifting.