Straffungsoperationen
Ursache der Faltenbildung ist ein Hautüberschuss,
der durch Straffung und Entfernen des Hautüberschusses beseitigt
wird. Zu diesen Operationen gehören das Facelift und sämtliche
Straffungsoperationen am Rumpf (Bauchdecke, Gesäß) und
den Extremitäten (Oberarme, Hände, Oberschenkel). Einzelheiten
werden dort beschrieben.
Augmentationsverfahren
Bei diesen Operationen werden die Falten mit körpereigenem
oder fremdem Gewebe unterfüttert und die Einsenkung behoben.
Die Falten sind dann weniger auffällig, weil sie im Hautniveau
liegen und dadurch weniger Schatten verursachen. Das Material zur
Augmentation kann entweder unterspritzt oder operativ eingebracht
werden.
Unterspritzung
Fast alle dieser Materialen lösen sich innerhalb
von 6 – 9 Monaten wieder auf, so dass die Behandlung wiederholt
werden muss. Die Substanzen werden in die Lederhaut oder knapp darunter
appliziert. Als erstes wurde tierisches Kollagen dazu verwendet
(Zyderm, Zyplast). Nachteil dieser Substanzen ist ein gewisses Allergierisiko,
so dass vorher zur Testung an unauffälliger Stelle die Verträglichkeit
getestet werden muss. Heute hat Kollagen fast keine Bedeutung mehr.
Eine Besonderheit stellt Artecoll dar, bei dem mikroskopisch kleine
Kunststoffkügelchen mit Kollagen gemischt werden. Der Kunststoffanteil
löst sich nicht auf, ruft aber gelegentlich Fremdkörperreaktionen
hervor.
Weiterhin wurden halbsynthetische und vollsynthetische Materialien
entwickelt, die entweder auf die Hyaluronsäure (z.B. Hylan)
oder das Polylactid (z.B. New Fil, Restylane) zurückzuführen
sind. Diese Substanzen haben kein Allergierisiko und können
ohne vorherige Testung verwendet werden.
Operative Unterfütterung
Verwendet werden entweder körpereigene Transplantate
(Lederhaut) oder schlauchförmige Kunststoffe (z.B. Softform,
Goretex) oder Metalle (Goldfäden), die unter den eingesunkenen
Hautbereich implantiert werden und ihn anheben. Die Materialien
lösen sich nicht auf und sind in der Regel gut verträglich.
Lipofilling
Bei dieser sehr eleganten Methode wird abgesaugtes
Fettgewebe zur Unterfütterung von Falten eingespritzt. Etwa
50% des Fettgewebes verbleibt dauerhaft, so dass entweder überkorrigiert
oder der Eingriff wiederholt werden muss. Größere Defekte
können damit aber nicht behandelt werden.
Schwächung der Muskulatur
Diese Methode eignet sich z.B. für die sog. Zornesfalten, Krähenfüsse
oder bandförmige Verdickungen am Hals (Platysma Bänder).
Bei der Behandlung werden geringe Mengen des Nervengiftes Botulinum
Toxin A (Botox, Dysport) um die Muskeln gespritzt. Die Mengen sind
so gering, dass auf keinen Fall Vergiftungen ausgelöst werden
können. Die Wirkung tritt nach etwa 24 – 72 Stunden ein
und dauert 4 – 6 Monate an. Die Behandlung kann beliebig oft
wiederholt werden. Bei wiederholter Anwendung beobachtet man auch,
dass die Falten insgesamt auf Dauer abgeflacht werden, da der Muskelzug
fehlt. Einzige Nebenwirkung ist eine mögliche Überdosierung
die zur vorübergehenden Schwächung benachbarter Muskeln
(Lidhebung, Halsmuskulatur) führen kann. Die kleinste Verkaufmenge
enthält 100 E (Botox) bzw. 500 E (Dysport). Für eine Behandlung
wird etwa bis zu einem Fünftel dieser Dosis verwendet. Da die
Substanz sehr teuer ist und nur 1-2 Stunden haltbar ist, müssen
aus ökonomischen Gründen (Botox-Sprechstunden) immer mehrere
Patienten oder Körperregionen mit einer Ampulle behandelt werden,
um die Kosten einigermaßen im Rahmen zu halten.
Hier finden Sie Links zu den den regionalen Straffungen von
- Bauchdecke
- Gesäß
- Oberarme
- Hände
- Oberschenkel
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