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Lipofilling
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Unter Lipofilling versteht man das Auffüllen von Gewebedefekten durch frei verpflanzte eigene Fettzellen desselben Patienten. Auch zur Unterfütterung von Narben oder Falten oder Vergrößerung von Lippen ist diese Methode geeignet. Gute Ergebnisse gibt es auch bei der Unterfütterung von Gewebedefekten im Gesicht.
Nicht geeignet ist sie zur Unterfütterung von großen Defekten oder zur Brustvergrößerung. Wesentlich weiterentwickelt und perfektioniert wurde die technische Durchführung von dem kalifornischen Arzt Sidney Coleman.

 

Therapieprinzip
 
 

Zunächst müssen Fettzellen des Patienten zur Verpflanzung gewonnen werden. Dies geschieht meistens durch Fettabsaugung. Die Fettzellen werden entweder manuell gereingt oder zentrifugiert (Coleman-Zentrifuge), in Spritzen abgefüllt und unter die Haut in den Defektbereich injiziert. Untersuchungen haben gezeigt, dass nur etwa die Hälfte des transplantierten Fettgewebes dauerhaft überlebt. In die transplantierten Fettzellen wachsen ortständige Blutgefässe ein und ernähren sie. Für größere Mengen (> 200 ml) ist die Methode nicht geeignet, da hier die Oberfläche zu gering ist und die Blutgefässe nicht einwachsen können. Komplikationen (Infektionen, Ölzysten) sind bei großen Volumina häufig. Da nur ein Teil des Fettgewebes anwächst muss entweder primär überkorrigiert oder der Eingriff bei Bedarf wiederholt werden.

 

Anästhesieform
 
 
Die meisten Eingriffe können ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

 

Risiken
 
 

Infektion, Wundheilungsstörungen (Ölzysten) sind bei kleinen Volumina selten.

 

Nachbehandlung
 
 

Wenn zur Fettgewinnung größere Mengen abgesaugt wurden, ist das Tragen eines Kompressionsmieders notwendig. Zur Infektionsprophylaxe sollte einige Tage ein Antibiotikum (Tablette) eingenommen werden.

 

Kosten
 
 
Die Kosten hängen sehr vom Umfang der Maßnahme ab und beginnen bei ca. € 1000.