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| | 14.10.2003
Silikongel aus der Tube vereinfacht die Behandlung von Narben und Keloiden
Silikonpräparate sind nach den neuen internationalen Leitlinien bei hypertrophen
(überschießenden) Narben und Keloiden die Mittel der ersten Wahl. Mit den bisher
verwendeten Silikonpflastern gelingt es bei etwa der Hälfte der Patienten mit
Keloiden, das sind Narbenwucherungen, die die ursprünglichen Wundgrenzen seitlich
überschreiten, eine deutliche Gewebeabflachung zu erzielen. Der Wirkmechanismus
von Silikon auf die Narbenheilung ist noch immer nicht geklärt. Ein neuartiges,
durchsichtiges Silikongel macht die Behandlung von Patienten mit Keloiden oder
stark schmerzhaften Narben einfacher und kosmetisch weniger störend. Es ist eine
Alternative zu den bisher in der konservativen Therapie von Narben üblichen silikon-beschichteten
Plasterverbänden. Siklikonpflaster sind gerade im Sommer für viele Patienten ein
ästhetisches Ärgernis. Wenn sie wirken sollen, müssen sie mitunter monatelang
getragen werden. Flüssiges Silikongel wie DermatixTM Silikongel zur Narbenbehandlung
kann dagegen wie eine Salbe aufgetragen werden. Es ist damit abgesehen von einem
leichten Glänzen kosmetisch praktisch unauffällig. Pflaster und Gel sind ähnlich
effektiv in der Wirkung. Kontrollierte Studien dazu gibt es aber noch nicht.
| | | 10.10.2003
Anspruchsfrist bei Trilucent-Brustimplantaten läuft ab Zum Ende 2003
läuft die Frist aus, innerhalb derer Frauen, denen Trilucent-Brustimplantate eingepflanzt
wurden, Entschädigungsansprüche gegenüber dem Hersteller anmelden können. Darauf
hat das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Ordnung kürzlich hingewiesen.
Die Implantate waren im Jahre 2000 zuerst in Großbritannien vom Markt genommen
worden. Der Hersteller hat daraufhin im rahmen des so genannten "Trilucent-Care-Programm"
angeboten, die betroffenen Frauen zu identifizieren, sie zu untersuchen und gegebenenfalls
die kosten für einen Implantatwechsel zu übernehmen. Einzelheiten dazu gibt es
beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Friederich-Ebert-Allee
38, 53113 Bonn, Tel. 0228/207-5382 oder beim Trilucent Care Centre, P.O. Box 3355,
Brighton, BN 1 2NR, United Kingdom. >>
Stichwort Brustvergrößerung | | | 09.10.2003
Stammzellenzüchtung aus abgesaugten Fettzellen In einem Artikel der
Zeitschrift "Plastic and Reconstructive Surgery" der Amerikanischen
Gesellschaft der Plastischen Chirurgen (ASPS) wird die Stammzellenzüchtung aus
abgesaugten Fettzellen beschrieben: Aus dem bei einer Fettabsaugung gewonnenen
Fett lassen sich so genannte Stammzellen entnehmen – in größeren Mengen als bei
der üblichen Entnahme aus dem Knochenmark. Die Zellen bilden im Körper die Grundlage
unter anderem für die Bildung von Knochen, Muskeln und Nervenzellen. Forscher
hoffen, sie zukünftig zur Behandlung zum Beispiel von Parkinson, Alzheimer, Blutkrebs
und Immunschwächekrankheiten einsetzen zu können. Eingefroren lassen sich die
Zellen bis zu 15 Jahre aufbewahren. Die Erfolge von Lagerung und Therapien sind
jedoch noch nicht ausreichend erforscht und die Behandlung hat jetzt noch experimentellen
Charakter. Deshalb warnt die ASPS vor kommerziellen Massenangeboten, Stammzellen
aus Fettabsaugungen von Patienten einzulagern, um sie im Notfall gegen Krankheiten
einsetzen zu können. >> Stichwort
Fettabsaugung (Liposuction) | | | 08.10.2003
Migränebehandlung beim Plastischen Chirurgen Amerikanische Ärzte entdeckten
durch Zufall, dass bei vielen Patienten durch die Injektion von Botox oder die
schönheitschirurgische Entfernung bestimmter Gesichtsmuskeln neben den Falten
auch die regelmäßigen Kopfschmerzen und Migräneanfälle gemindert wurden oder sogar
verschwanden. Botulinumtoxin könne eine zeitlich begrenzte Besserung der Symptome
bis zu zwei Monaten bewirken. Tests in den USA ergaben bei 300 Patienten eine
Erfolgsquote von 80% nach Entfernung der Muskelgruppe. Der amerikanische Arzt
Bahman Guyuron von der Zeeba-Klinik in Cleveland, Ohio, stellte seine Theorie
in diesem Jahr auf dem Internationalen Kongress für Plastische Chirurgie in Sydney,
Australien vor. | | |
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