02.12.2003
Titanisierte Brustimplantate Jährlich lassen sich allein in Deutschland
rund 70.000 Frauen ihre Brust vergrößern. Trotz aller Fortschritte in den vergangenen
Jahren bleibt das Risiko der Fremdkörperreaktion bei der Implantation von Silikon
in den menschlichen Körper bestehen. In etwa 4-5 % der Fälle bildet sich eine
so genannte Kapselfibrose aus, die zu weiteren Folgeeingriffen oder Entfernung
der Implantate zwingt. Die bisherigen Implantate bestehen alle aus einer entweder
glatten oder texturierten Silikonhülle, welche mit einem Silikongel oder einer
Salzlösung gefüllt werden. Deshalb fordern Mediziner und Patienten seit Jahren
einen biokompatiblen Werkstoff, mit dem das Problem der Fremdkörperreaktion dauerhaft
gelöst werden kann. Seit Jahrzehnten ist Titan als biokompatibles Material wissenschaftlich
anerkannt Die Firma GfE Medinzintechnik aus Nürnberg stellte einen völlig
neuen Verbundwerkstoff vorstellte: den "Titanisierten Kunststoff". Die Titanschicht
ist so dünn, dass sie sich genauso flexibel wie der Kunststoff verhält. Entscheidender
Vorteil der Titanisierung ist: der Körper kommt nur noch mit dem bioverträglichen
Titan in Kontakt und akzeptiert die titanisierten Implantate ein Leben lang. Das
Implantat mit dem Namen TIBREESE wird demnächst zugelassen. Langzeitergebnisse
liegen noch nicht vor. Es bleibt anzuwarten, ob sich die Erwartungen in die neuen
Implantate erfüllen werden. >>
Stichwort Brustvergrößerung |