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Dr. med Hans Bucher

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Facelift

Ursachen für die Hautalterung sind neben genetischen Faktoren vor allem der Einfluß der Sonne und die allgemeine Lebensführung. Durch den natürlichen Alterungsprozess geht die Hautelastizität verloren, die Muskulatur und das Unterhautgewebes erschlafft und im Gesicht und am Hals bilden sich mehr oder weniger ausgeprägte Falten. Die Erschlaffung der Muskulatur im Gesicht und am Hals ist ebenso wie das Absacken des Fettgewebes verantwortlich für einen müde wirkenden Gesichtsausdruck.

Die Bildung tiefer Furchen um Nase und Mund, Zornesfalten auf der Stirn sowie Falten im Wangen- und Augenbereich können zu diesem ungünstigen, unerwünschten Eindruck beitragen.

Eine Gesichtsstraffung vermag das Altern an sich nicht aufzuhalten. Durch ein Facelifting kann jedoch überschüssiges Gewebe entfernt, die Gesichtsweichteile gestrafft bzw. an ihre ursprüngliche Position zurückverlegt und die verbleibende Haut neu elastisch gespannt werden. Damit kann im Allgemeinen das Gesicht um einige Jahre verjüngt werden, es entsteht ein frischerer Gesamteindruck.

Je nachdem, welche Veränderungen gewünscht werden, wird das operative Vorgehen angepasst. Mit einer Straffung der Stirn werden die Augenbrauen angehoben und die Zornesfalten geglättet.

Ein Schläfenlifting bewirkt eine Straffung der Augenregion. Bei einem Wangenlifting wird auch das Fettgewebe, das vom Jochbogen nach unten abgerutscht ist, wieder an Ort und Stelle gebracht. Bei einer Halsstraffung kann durch einen zusätzlichen kleinen Hautschnitt unter dem Kinn überschüssiges Fettgewebe entfernt und der flächige Halsmuskel gestrafft werden.

Mit einem Facelift kann ein Verjüngungseffekt von ca. 10 Jahren erzielt werden. Wie lange das Ergebnis anhält, hängt von Ihren individuellen Anlagen und der Gewebebeschaffenheit ab. Normalerweise ist es problemlos, die Operation nach 8 – 10 Jahren zu wiederholen. Die Gesichtsstraffung kann allein oder in Verbindung mit einer Lidstraffung, Halsstraffung, Stirnstraffung (evtl. endoskopisch) Liposuction im Gesichts- und Halsbereich, Lipofilling, Faltenunterspritzungen, Laserbehandlung oder Dermabrasion im Mund- und Lidbereich, oder auch mit einer Nasenoperation vorgenommen werden. Die individuelle Anpassung an Ihre Wünsche und Erfordernisse liegt in den Händen Ihres behandelnden Arztes.

Facelifting
Facelifting
Stirnlifting
Stirnlifting

Operationsprinzip beim Facelift

Im Normalfall werden Schläfen, Wangen und Hals auf einmal gestrafft und zusätzlich eine Verlagerung der oberflächlichen Muskulatur vorgenommen. Durch diese Straffung des superficiellen muskuloaponeurotischen Systems (SMAS) wird eine deutlich bessere Spannung erzielt. Bei dem sog. Minilifting wird nur die Haut gestrafft. Es spielt sich überwiegend in der Schläfenregion ab und ist nur sinnvoll, wenn keine großen Veränderungen bewirkt werden sollen.
Vor der Operation ist es nicht erforderlich, Haare abzurasieren. Der Hautschnitt beginnt an der Schläfe und verläuft entlang der Vorderseite des Ohres um das Ohrläppchen herum und an der Rückseite der Ohrmuschel entlang wieder nach oben in der behaarten Kopfhautbereich hinein. Nach Anhebung und Glättung des Hautmantels wird auch das tieferliegende Gewebe wie das SMAS ( ein unter dem Unterhautfettgewebe verlaufendes bindegewebiges Netz) und das Platysma (flächiger Halsmuskel) gestrafft. Am Ende der Operation werden Drainagen eingelegt und die Haut adaptiert. Es gibt viele Varianten der Operation, die hier nicht im einzelnen besprochen werden können.

Ein Facelift Operation dient hauptsächlich einer Verjüngung der Mittelgesicht- und Halsregion. Häufig wird es mit anderen Eingriffen benachbarter Regionen kombiniert.

Facelifting
Hautpräparation
Facelifting
SMAS-Präparation

Stirnlifting

Zur Glättung der Stirnfalten und der Augenbrauenfehlstellung und der Oberlidhaut wird heute vorzugsweise endoskopisch über kleine Schnitte im behaarten Kopf die Stirnhaut mit darunterliegender Muskulatur angehoben und nach oben verlagert. Zusätzlich werden die mimischen Muskeln, die die Zornesfalten verursachen geschwächt.

Lidstraffung

Die Korrektur überschüssiger Haut und sich vorwölbender Fettpolster (Tränensäcke) wird sehr oft mit dem Facelift kombiniert.

Lipostructure

Eingesunkende Regionen des Gesichtes können mit eigenem Fettgewebe unterpolstert werden (Lipofilling)

Liposuction

Zusätzliches Absaugen von überschüssigem Fett z.B. an den Wangen oder am Hals.

Laser, Peeling, Hautabschleifung (Dermabrasio)

Manche Falten (z.B. Ober- und Unterlippe, Krähenfüße) können durch ein Facelift kaum beseitigt werden. Hier kann eine Behandlung feiner in der hautliegender Falten mit Laser, Peeling oder Dermabrasio helfen.

Botulinumtoxin

Einige Falten z.B. zwischen den Augenbrauen entstehen durch eine Überaktivität bestimmter mimischer Muskeln. Diese können durch Einspritzung geringer Mengen von Botulinumtoxin (Dysport, Botox) für die Dauer von 6 – 9 Monaten geschwächt werden. Der Eingriff kann beliebig oft wiederholt werden.

Anästhesieform beim Facelifting

Der Eingriff wird in der Regel stationär (1-2 Tage) durchgeführt. Der sehr langdauernde Eingriff (3-5 Stunden) wird am komfortabelsten für Patient und Operateur in Vollnarkose durchgeführt. Nur das sog. Minifacelift kann als kleinerer Eingriff in örtlicher Betäubung und unter Umständen ambulant durchgeführt werden.

Risiken des Facelift

Nach einem großen Facelift oder Stirnlift kann das Hautgefühl vor den Ohren oder an der Stirn beeinträchtigt sein. Ein eventuell nach der Operation auftretender Bluterguss kann den Heilungsprozess wesentlich verzögern und sollte durch einen kleinen Eingriff entfernt werden. Durch die starke Spannung der Gesichtshaut kann es vereinzelt zu Haarausfall im Schläfenbereich kommen, was sich in der Regel nach einigen Monaten wieder normalisiert. Durchblutungsstörungen der Haut als Folge von übermäßigen Nikotingenuss können zum teilweisen Absterben der Haut und auffälligen Narben führen. Seltene Entzündungen im Wundgebiet führen zur verzögerten Heilung mit breiten Narben. Schädigungen der Gesichtsnerven (Nervus fazialis) sind sehr selten und erholen sich in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Eine permanente, durch Nervenverletzungen bedingte Störung der Gesichtsmuskulatur ist selten.

Nachbehandlung beim Facelift

Die Wunddrainagen werden nach 1-2 Tagen entfernt, die Hautfäden nach 10 – 14 Tagen. Das Tragen einer Facelift-Bandage wirkt sich durch den dosierten Druck günstig auf die Narbenbildung aus. Nach der Operation sollten Sie sich 5 – 7 Tage völlige Ruhe gönnen. Liegen und Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper in Rückenlage und kühlen Sie Gesicht und Augen. Meiden Sie Anstrengungen, sprechen sie wenig und verzichten Sie auf eine ausdrucksvolle Mimik. Nehmen Sie flüssige oder weiche Kost zu sich. Benützen Sie zum Waschen nur klares Wasser oder milde Shampoos. Benutzen Sie keine Cremes oder Salben. Nehmen Sie sich wenigstens 2 – 3 Wochen Zeit, ehe sie wieder zur Arbeit gehen. Sportliche Aktivitäten, Sauna und große Anstrengungen sollten Sie 8 Wochen vermeiden.

Kosten des Facelift

Da der Eingriff sehr lange dauert und schwierig ist, gehört er zu den teuersten der ästhetischen Chirurgie. Sie müssen je nach operativem Aufwand und Zusatzeingriffen mindestens mit € 8000,-- – € 9000,-- zzgl. gesetzliche Mehrwertsteuer als untere Grenze rechnen.