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Dr. med Hans Bucher

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Oberarmstraffung (Brachioplastik)

Nach extremer Gewichtsabnahme oder im Alter kommt es durch Verlust der Hautelastizität zu einem Überschuss an Haut und Unterhautgewebe vor allem im Bereich des Unterbauches (sog. Fettschürze), der Innenseiten von Oberarmen und Oberschenkeln und des Gesäßes.

Eine alleinige Fettabsaugung (Liposuction) ist nicht möglich, da die Haut aufgrund der fehlenden elastischen Rückstellkraft nicht mehr ausreichend schrumpfen kann. Durch sog. Dermolipektomien muss in diesen Fällen überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt werden. Zur Konturverbesserung kann in den Randbereichen eine Liposuction hilfreich sein.

Die Schnittführung verläuft an der Innenseite des Oberarmes von der Achselhöhle bis zum Ellenbogen und manchmal bis zum Unterarm. Sehr oft empfiehlt sich eine gleichzeitige Liposuction. Bei geringerer Ausprägung des Hautüberschusses kann eine Liposuction alleine auch ausreichend sein.

Behandlungsprinzip der Oberarmstraffung

Oberarmstraffung

Vor der Operation wird an dem stehenden Patienten und bei im Schultergelenk 90° angehobenem Arm die Schnittführung angezeichnet. Die Standardschnittführung ist Spindelförmig an der Innenseite der Oberarme von der Achselhöhle bis zum Ellenbogen.

In besonders ausgedehnten Fällen ist eine Erweiterung der Schnittführung bis in den oberen Anteil des Unterarmes und eine L-förmige Erweiterung in der Achselhöhle nach hinten notwendig.

Nach Hautschnitt im Bereich der markierten Schnittführung wird die gesamte überschüssige Haut entfernt.

Zur Konturangleichung wird gegebenenfalls in den Randpartien eine Fettabsaugung durchgeführt Anschließend werden Drainagen (sog Redon-Drainagen) eingelegt, die das Wundsekret in Vakuumflaschen ableiten. Zur Kompression wird ein elastischer Verband angelegt.

Der Eingriff kann sehr gut gleichzeitig mit anderen Straffungsoperationen (Bauchdecke, Brust, Oberschenkel) kombiniert werden, um die Kosten für Selbstzahler zu minimieren.

Betäubungsform bei Oberarmstraffung

Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose unter stationären Bedingungen durchgeführt. Kleinere Korrekturen mit nur wenig Hautüberschuß können auch in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden.

Risiken der Oberarmstraffung

Die häufigsten Risiken sind Wundheilungsstörungen, die aber in dieser Körperregion insgesamt gering sind. Das Risiko für Thrombosen oder Embolien ist minimal, da Sie nach der Operation bei alleiniger Oberarmstraffung in der Mobilität nicht eingeschränkt sind. Gelegentlich bilden sich auch nach Entfernen der Wunddrainagen Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich (sog. Serome), die punktiert werden müssen. Im Bereich der der Unterarme besteht gelegentlich bei ausgedehnten Operationen ein Hautüberschuss (sog. Dog Ears), der bei der Operation nicht immer vermieden werden kann und in einem weiteren kleinen Eingriff in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung korrigiert werden kann. Im Allgemeinen bildet sich eine unauffällige Narbe. Nur im unteren Anteil zum Unterarm hin ist die Narbe gelegentlich etwas verbreitert oder überschiessend, so dass später Korrekturen erforderlich sein können.

Nachbehandlung der Oberarmstraffung

Nach Entfernung der Wunddrainagen (nach 2-4 Tagen) können sie ambulant weiterbehandelt werden. Einen Kompressionsverband sollten Sie 3 – 4 Wochen tragen. Die Hautfäden werden nach 14 Tagen entfernt. Dies ist trotz des langen Schnittes unproblematisch, da selbst auflösbare Hautfäden verwendet werden, deren Enden nur an den Außenseiten der Naht abgeschnitten werden müssen. Sollte sich weiteren Verlauf eine überschiessende Narbenbildung zeigen, ist eine Nachbehandlung mit Narbensalbe oder Silkongelfolie angezeigt. Für 6 – 8 Wochen sollten Sie größere Anstrengungen mit den Armen vermeiden (z.B. Sport, Hausarbeiten etc.)

Kosten der Oberarmstraffung

In wenigen Fällen (extreme Gewichtsreduktion, Hautschäden durch Schwitzen in den Hautfalten) werden die Kosten von den gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen. Wenn Sie die Kosten selber tragen, müssen Sie mindestens mit Gesamtkosten von € 5000,-- bis € 6000,-- rechnen. Je nach Befund zzgl. Mehrwersteuer. Sehr oft kann bei Selbstzahlern der Eingriff mit anderen Straffungen kombiniert werden. Die Gesamtkosten sind dadurch geringer, weil einige Kosten (Narkose, stationäre Unterbringung) nur einmal anfallen.