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Dr. med Hans Bucher

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Bauchwandbruch

Ein Bruch, medizinisch Hernie genannt, ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchwand. Das Bauchfell kleidet die Bauchhöhle aus. Die Bauchwand besteht aus mehreren Schichten von Faszien - bindegewebigen Hüllen um Muskeln und Muskelgruppen - und Muskeln und hat vorgeformte Lücken. Im Leistenkanal etwa, der die Bauchwand schräg durchbricht, verlaufen bei Frauen das runde Mutterband und bei Männern der Samenstrang. An dieser Durchtrittsstelle entstehen besonders häufig Brüche.

Bei einem Leistenbruch erscheint in der Leiste eine Vorwölbung, die meist schmerzfrei ist, sich zurückdrücken lässt und die im Liegen verschwindet.

Bauchwandbrüche treten gehäuft nach chirurgischen Eingriffen auf, bei denen große Bauchschnitte im Bereich der Mittellinie erforderlich waren. Rund 10 Prozent der Patienten sind davon betroffen. Durch Druck auf die Bauchwand können in Folge Lücken, Bruchpforten genannt, in der Narbe entstehen: der sog. Narbenbruch.

Bei einem Bauchwandbruch (Hernie) kann eine Verzögerung oder gar der Verzicht auf eine angemessene Behandlung lebensgefährliche Folgen haben. Werden Darmanteile eingeklemmt, die sich nicht mehr durch die Pforte in den Bauchraum zurück drängen lassen, muss unverzüglich eine Notoperation durchgeführt werden. Wird ein eingeklemmter Darmabschnitt nicht schnellstmöglich frei gelegt, kann er absterben bzw. einen Durchbruch der Darmwand hervorrufen. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, wie ausgeprägt der Bauchwandbruch ist, im Gegenteil: Gerade Narbenbrüche mit einer relativ kleinen Bruchlücke neigen zu einer Einklemmung.

Jede Hernienoperation zielt darauf ab, den Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurück zu verlagern, die Bruchpforte zu verschließen und die Bauchwand so zu stärken, dass sie dem Bauchinnendruck künftig widerstehen kann. Dafür gibt es inzwischen eine Reihe von Operationsmethoden, mit denen jeder Bauchwandbruch erfolgreich behoben werden kann. Häufig werden dabei auch Kunststoffnertze zur Verstärkung der Bauchwand eingesetzt.

Bauchwandbrüche können nur mit Hilfe eines operativen Eingriffs behoben werden. Mit konservativen Maßnahmen, wie z.B. einem Bruchband, ist ein Bauchwandbruch auf keinen Fall dauerhaft zu beseitigen. Ebenso wenig ist ein Bruchband in der Lage, eine Einklemmung von Darmschlingen zu verhindern.